Reich oder Arm

Wiener Zeitung vom 3.2.2015
Wiener Zeitung vom 3.2.2015

Österreich ist ein reiches Land! Oft habe ich diesen Satz schon gehört. Grundsätzlich – so glaube ich – stimmt er auch. Wir sind reich! Wir? Doch bedeutet „Wir“, wir ALLE?

Es ist mir wichtig, gleich klar zu sagen: Ich schreibe diese Zeilen nicht aus Neid, sondern aus Gründen der Gerechtigkeit!

Reich sind sicher jene, die viel Geld haben. Also die Millionäre! Oder deren Erben!

82.000 Österreicher haben mehr als 1 Million Euro am Konto, schreibt die Zeitung „Österreich“ am 27.März 2015.

Ich stelle mir die Frage: Haben die Millionäre so viel gearbeitet in ihrem Leben, oder haben sie (ihr?) Geld, oder andere, für sich arbeiten lassen?

Wenn man mit seiner Hände arbeitet und viel sparen kann, dauert es sicher länger als ein Leben, um Millionär zu werden. Vielleicht 2 Leben? Oder 3…?

Leichter geht es da schon für den, der Geld für sich arbeiten lässt. Der ist echt privilegiert, denn er zahlt für seinen „Verdienst“ wenig, oder beim Verstecken im Schlupfloch gar keine Steuer!

Ich verstehe, wenn dann weltweit alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um diesen Zustand zu erhalten. Dank der Unterstützung „Politischer Kräfte“ ist ihnen das bisher leider auch weitgehend gelungen.

Ob, es auch GERECHT ist, dass ist die Frage.

Ich denke, wer Einkommen bezieht, der soll gleich besteuert weden. Egal, ob es sich um Einkommen aus Arbeit, Vermögen, Kapitalertrag, Vermietung, Verpachtung, Spekulation handelt und egal, ob es sich dabei um einen Arbeiter, Unternehmer, Bauer, Banker, Spekulant oder Sportler handelt! Meine Aufzählung dieser Berufsgruppen ist nicht zufällig!

Upps, jetzt hätte ich es bald vergessen:

Flüchtlingen hilft man, Steuerflüchtlinge fängt und bestraft man!

Doch wo endet arm und wo beginnt reich? Wer probiert, diese Frage Menschen in seinem Umfeld zu stellen, wird überrascht sein bei den Antworten. Ausprobieren wird ausdrücklich empfohlen.

Apropo Vermögen:

Frage: Was ist das größte Vermögen jedes Arbeitnehmers und jedes Pensionisten?
Antwort: Unser Sozialstaat, mühsam aufgebaut von vielen Generationen!

Das gilt es immer wieder bewußt zu machen, nicht nur bei den Jungen!

Denn immer wieder gibt es politische Forderungen, staatliche Sozialrechte & Leistungen rück zu bauen und an dessen Stelle die „Private Vorsorge“ zu propagieren.

Damit es kein Mißverständnis gibt: Ich bin nicht gegen Private Vorsorge für den Fall Krankheit, Unfall, Pension, wenn dabei an eine Ergänzung und nicht an einen Ersatz für staatliche Leistungen gedacht ist!

Der Slogan „Weniger Staat, mehr Privat“ (wer erinnert sich noch, wer ihn plakatierte?) war nicht und ist nicht sozial und gerecht! Nicht bei uns und nicht in Europa!

P.S.: Wo es hinführt zeigt der Artikel in der “Wiener Zeitung“ vom 3. Februar 2015!

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